Echo der Ahnen – ein neues Buchprojekt entsteht
Wer mich kennt, weiß vermutlich: Ich bin nicht unbedingt der Mensch, der jeden Tag berichtet, woran er gerade arbeitet.
Bei mir läuft das eher in Phasen.
Eine Zeit lang ist es ziemlich ruhig – und dann gibt es plötzlich wieder Wochen, in denen Ideen auftauchen, Dinge wachsen und aus einer kleinen Sache etwas entsteht, das ursprünglich überhaupt nicht in dieser Größe geplant war.
Genau in so einer Phase befinde ich mich gerade.
Neben Musik und anderen Projekten arbeite ich derzeit intensiv an einer neuen Buchreihe:
Echo der Ahnen
Der erste Band trägt den Titel:
Das Licht unter der Erde
Und inzwischen steht fest: Es soll nicht bei einem Band bleiben.
Mystery, Science-Fiction und sehr alte Spuren
Die Geschichte beginnt in unserer Gegenwart.
Nach einem ungewöhnlichen Ereignis am Himmel stürzt in einer politisch instabilen Region ein unbekanntes Objekt ab. Niemand scheint so recht zu wissen, was dort eigentlich heruntergekommen ist – oder zumindest sagt niemand die ganze Wahrheit.
Zur selben Zeit befindet sich die dänische Ärztin Dr. Liv Madsen mit einer humanitären Hilfsorganisation in der Region.
Nicht weit entfernt arbeitet der deutsche Archäologe Dr. Elias Brenner an einer Fundstelle, deren ungewöhnliche Zeichen und Strukturen sich nicht so recht in die üblichen Erklärungen einfügen wollen.
Dann findet Liv einen verletzten Mann.
Nackt, orientierungslos, ohne Papiere und ohne erkennbare Herkunft.
Zunächst ist er für sie vor allem eines: ein Patient.
Doch mit diesem Mann stimmt etwas nicht.
Und damit beginnt eine Geschichte, die immer weiter zurückführt – zu archäologischen Spuren, alten Mythen und Ereignissen, deren Ursprung sehr viel älter sein könnte als alles, was Liv und Elias zunächst für möglich halten.
Dabei möchte ich bewusst nicht die Geschichte erzählen, dass irgendwelche Außerirdischen mal eben sämtliche menschlichen Kulturen erschaffen, Pyramiden gebaut oder Religionen erfunden hätten.
Das wäre mir zu einfach.
Mich interessiert etwas anderes:
Was wäre, wenn in einigen unserer ältesten Geschichten tatsächlich Erinnerungen an reale Ereignisse stecken – aber nach Tausenden von Jahren nur noch verzerrte Fragmente davon übrig sind?
Aus einem Ereignis wird eine Erzählung.
Aus einer Erzählung wird ein Mythos.
Namen verändern sich. Bedeutungen verschieben sich. Kulturen erzählen weiter, ergänzen, vergessen und interpretieren neu.
Und irgendwann bleibt vielleicht nur noch ein Echo.
Daher auch der Titel:
Echo der Ahnen.
Aus einer Idee wurde plötzlich eine Welt
Am Anfang war das alles noch deutlich überschaubarer.
Da waren ein unbekanntes Objekt, ein verletzter Fremder, eine Ärztin, ein Archäologe und die Frage, was diese Dinge miteinander zu tun haben könnten.
Das Problem mit Geschichten ist allerdings: Manchmal beginnen sie zurückzufragen.
Woher kommt dieser Fremde?
Warum ist er hier?
Warum gibt es diese alten Zeichen?
Wer wusste vor ihm davon?
Was geschah damals wirklich?
Und wenn etwas vor sehr langer Zeit passiert ist – welche Folgen hätte das bis heute?
Aus diesen Fragen entstand nach und nach eine Vorgeschichte, die inzwischen Zehntausende Jahre umfasst.
Es entstanden Kulturen und Fraktionen, alte Konflikte, technische Hinterlassenschaften, menschliche Fehlinterpretationen und eine Geschichte darüber, wie Erinnerung über riesige Zeiträume verändert werden kann.
Und irgendwann war ziemlich offensichtlich:
Das passt nicht mehr sinnvoll in einen einzigen Roman.
Also wurde aus Echo der Ahnen eine Reihe.
Band 1, Das Licht unter der Erde, soll dabei nicht gleich alle Antworten liefern. Im Gegenteil.
Liv und Elias wissen zu Beginn genauso wenig wie die Leser. Auch der verletzte Fremde selbst kennt einen entscheidenden Teil seiner Vergangenheit nicht.
Nach und nach wird lediglich klar:
Die Geschichte, in die sie geraten sind, hat nicht erst mit dem Absturz begonnen.
Und dann wäre da noch die Sache mit der KI …
Eine Besonderheit bei diesem Projekt ist tatsächlich die Art, wie es gerade entsteht.
Ich entwickle Echo der Ahnen zusammen mit ChatGPT als eine Art ständig verfügbarem Sparringspartner.
Und nein – das bedeutet nicht, dass ich einen Knopf drücke und anschließend kommt hinten ein fertiger Roman heraus. :-)
Die Zusammenarbeit sieht wesentlich interessanter aus.
Ich bringe Ideen ein. Wir diskutieren sie. Eine vermeintlich gute Idee bekommt Löcher. Eine andere entwickelt plötzlich ungeahnte Möglichkeiten.
Wir bauen Figuren auf und fragen uns, ob ihr Verhalten tatsächlich glaubwürdig ist.
Wir überlegen, ob eine Szene funktioniert oder nur deshalb passiert, weil der Autor sie gerade braucht.
Wir prüfen Logik und zeitliche Abläufe.
Wir verwerfen Dinge wieder.
Manchmal komme ich mit einem Gedanken und bekomme als Antwort sinngemäß: Funktioniert – aber an drei anderen Stellen bekommen wir dadurch ein Problem.
Manchmal schlägt ChatGPT etwas vor und ich sage: Nein. Auf gar keinen Fall. :-)
Und manchmal entsteht aus genau dieser Diskussion eine dritte Variante, auf die keiner von uns am Anfang gekommen wäre.
Gerade das macht mir enorm viel Spaß.
Mittlerweile gibt es für Echo der Ahnen eine umfangreiche Weltbibel, eine historische Zeitachse, Figurenbiografien, Regeln für die Welt und detaillierte Kapitelgerüste.
Und trotzdem verändert sich die Geschichte beim Schreiben weiter.
Wahrscheinlich ist genau das auch gut so.
Es geht übrigens noch an anderer Stelle weiter
Wer meine bisherigen Bücher kennt: Auch meine andere Buchreihe ist nicht vergessen.
Dort steht ebenfalls der nächste Band an, an dem ich derzeit noch arbeite und den ich in absehbarer Zeit veröffentlichen möchte.
Es passiert hinter den Kulissen also gerade deutlich mehr, als meine eher sporadische Aktivität im Internet vermuten lässt. :-)
In nächster Zeit werde ich deshalb vermutlich immer wieder etwas über Echo der Ahnen berichten.
Vielleicht über Figuren.
Über die Welt hinter der eigentlichen Geschichte.
Über verworfene Ideen.
Über die Zusammenarbeit mit KI.
Oder einfach darüber, wie aus einem kleinen Gedanken plötzlich ein ziemlich großes Projekt werden kann.
Und irgendwann soll aus all diesen Notizen, Diskussionen, Szenen und verrückten Einfällen dann tatsächlich das werden, worum es am Ende geht:
Echo der Ahnen – Band 1: Das Licht unter der Erde.